§ 6a Gestaltung von Vertragsbeziehungen zwischen Erzeugern und Verarbeitern - AgrarMSG

Gesetz zur Weiterentwicklung der Marktstruktur im Agrarbereich

Gestaltung von Vertragsbeziehungen zwischen Erzeugern und Verarbeitern AgrarMSG - Gestaltung von Vertragsbeziehungen zwischen Erzeugern und Verarbeitern

(1) Das Bundesministerium wird ermächtigt, im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie durch Rechtsverordnung, die der Zustimmung des Bundesrates bedarf, zur Durchführung unionsrechtlicher Bestimmungen über die Gestaltung von Vertragsbeziehungen zwischen Erzeugern und Verarbeitern Vorschriften über

1.
die Gestaltung der Vertragsbeziehungen, soweit sie nach dem Unionsrecht bestimmt oder bestimmbar ist, und
2.
das Verfahren
zu erlassen.

(2) Soweit das Unionsrecht den Mitgliedstaaten die Möglichkeit eröffnet, das in Absatz 1 bezeichnete Unionsrecht anzuwenden, kann in einer Rechtsverordnung nach Absatz 1 die Anwendung ganz oder teilweise nach Maßgabe des Satzes 2 angeordnet werden. Eine Rechtsverordnung darf nur ergehen, soweit dies zur Verhinderung oder Beseitigung von Nachteilen für die Entwicklung des jeweils betroffenen Erzeugnissektors sachgerecht ist.

(3) Soweit das in Absatz 1 bezeichnete Unionsrecht für die Mitgliedstaaten einen Gestaltungsspielraum enthält, ist die Rechtsverordnung nach Absatz 1

1.
an einer Verbesserung der Strukturen des jeweils betroffenen Erzeugnissektors und
2.
den Erfordernissen eines möglichst geringen Verfahrens- und Überwachungsaufwandes auszurichten.

Jur. Abkürzung
AgrarMSG
Pub. Abkürzung
AgrarMSG
Kurztitel
Agrarmarktstrukturgesetz
Langtitel
Gesetz zur Weiterentwicklung der Marktstruktur im Agrarbereich
Veröffentlicht
20.04.2013
Standangaben
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 8.7.2016 I 1612, 2252
Fundstellen
2013, 917: BGBl I