§ 2 Anerkennungs- und Wirkungsfeststellung - AdWirkG

Gesetz über Wirkungen der Annahme als Kind nach ausländischem Recht

Anerkennungs- und Wirkungsfeststellung AdWirkG - Anerkennungs- und Wirkungsfeststellung

(1) Auf Antrag stellt das Familiengericht fest, ob eine Annahme als Kind im Sinne des § 1 anzuerkennen oder wirksam und ob das Eltern-Kind-Verhältnis des Kindes zu seinen bisherigen Eltern durch die Annahme erloschen ist.

(2) Im Falle einer anzuerkennenden oder wirksamen Annahme ist zusätzlich festzustellen,

1.
wenn das in Absatz 1 genannte Eltern-Kind-Verhältnis erloschen ist, dass das Annahmeverhältnis einem nach den deutschen Sachvorschriften begründeten Annahmeverhältnis gleichsteht,
2.
andernfalls, dass das Annahmeverhältnis in Ansehung der elterlichen Sorge und der Unterhaltspflicht des Annehmenden einem nach den deutschen Sachvorschriften begründeten Annahmeverhältnis gleichsteht.
Von der Feststellung nach Satz 1 kann abgesehen werden, wenn gleichzeitig ein Umwandlungsausspruch nach § 3 ergeht.

(3) Spricht ein deutsches Familiengericht auf der Grundlage ausländischer Sachvorschriften die Annahme aus, so hat es die in den Absätzen 1 und 2 vorgesehenen Feststellungen von Amts wegen zu treffen. Eine Feststellung über Anerkennung oder Wirksamkeit der Annahme ergeht nicht.

Jur. Abkürzung
AdWirkG
Pub. Abkürzung
AdWirkG
Kurztitel
Adoptionswirkungsgesetz
Langtitel
Gesetz über Wirkungen der Annahme als Kind nach ausländischem Recht
Veröffentlicht
05.11.2001
Standangaben
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 22 G v. 20.11.2015 I 2010
Fundstellen
2001, 2950, 2953: BGBl I