Urteil des VG Düsseldorf vom 18.01.2008, 26 K 3923/07

VG Düsseldorf: bvo, arzneimittel, verzicht auf leistungen, angemessenheit der kosten, beihilfe, ausschluss, medikament, besoldung, rechtsverordnung, versorgung

Vorschau

Seite 1 von 8

Navigation per Tastatur

Benutzen Sie die Tastenkombinationen aus STRG und den entsprechenden Pfeiltasten.
Strg + Vorherige Seite wird aufgerufen
Strg + Nächste Seite wird aufgerufen
Fenster schliessen
Verwaltungsgericht  Düsseldorf,  26  3923/07  Tenor:  Soweit  die  Beteiligten  das  Verfahren  in  der  Hauptsache  für  erledigt  erklärt  haben,  ist  es  beendet.  Im  Übrigen  wird  das  beklagte  Land  unter  teilweiser  Aufhebung  der  Beihilfebescheide  des  Landesamtes  für  Besoldung  und  Versorgung  NRW  vom  27.  Februar  2007  und  vom  7.  März  2007  und  des  Widerspruchsbescheides  des  Landesamtes  für  Besoldung  und  Versorgung  NRW  vom  16.  August  2007  verpflichtet,  dem  Kläger  auf  seine  Anträge  vom  10.  Februar  2007  und  vom  22.  Februar  2007  zu  den  Aufwendungen  für  die  Beschaffung  der  Arzneimittel  Aspirin  protect  Tbl.  100  mg  N3  und  Enzym-Lefax  Kautabletten  eine  Beihilfe  in  Höhe  von  40,40  Euro  zu  gewähren.  Das  beklagte  Land  trägt  die  Kosten  des  Verfahrens.  Das  Urteil  ist  wegen  der  Kosten  vorläufig  vollstreckbar.  Das  beklagte  Land  kann  die  Zwangsvollstreckung  durch  Sicherheitsleistung  in  Höhe  von  100,-  EUR  abwenden,  wenn  nicht  der  Kläger  zuvor  Sicherheit  in  derselben  Höhe  leistet.  Die  Berufung  wird  zugelassen.  Tatbestand:  Der  am  00.00.1928  geborene  Kläger  ist  Versorgungsempfänger  im  vormaligen  Dienst  des  beklagten  Landes  und  beihilfeberechtigt.  Mit  Beihilfeantrag  vom  10.  Februar  2007  beantragte  er  unter  anderem  Beihilfe  zu  den  zwei  ihm  jeweils  am  4.  Januar  2007  ärztlich  verordneten  und  am  12.  Januar  2007  erworbenen  Medikamenten  Aspirin  protect  Tbl.  100  mg  N3  (Kaufpreis  10,22  EUR)  und  Tromcardin  Tbl.  Forte  N3  (Kaufpreis  18,16  EUR).  Mit  Beihilfebescheid  vom  27.  Februar  Datum:  18.01.2008  Gericht:  Verwaltungsgericht  Düsseldorf  Spruchkörper:  26.  Kammer  Entscheidungsart:  Urteil  Aktenzeichen:  26  3923/07 (WhfZrhzGrgzyQbphzrag1.83)
1 2 3 4 5 6 7 8

Anmerkungen zum Urteil 26 K 3923/07

Folgende Inhalte könnten Sie ebenfalls interessieren

596 [21. ÄndVO], nachfolgend BVO NRW 2007) sind nicht beihilfefähig Arzneimittel, die nicht verschreibungspflichtig sind. Die Regelung ist am 1. Januar 2007 in Kraft getreten und gilt für Aufwendungen, die nach dem 31. Dezember 2006 entstehen (Art. II der 21. ÄndVO). Die von dem Kläger nach dem 31. Dezember 2006 erworbenen Produkte Aspirin protect 100 mg und Enzym-Lefax N Kautabletten
596 [21. ÄndVO], nachfolgend BVO NRW 2007) sind nicht beihilfefähig Arzneimittel, die nicht verschreibungspflichtig sind. Die Regelung ist am 1. Januar 2007 in Kraft getreten und gilt für Aufwendungen, die nach dem 31. Dezember 2006 entstehen (Art. II der 21. ÄndVO). Die von dem Kläger nach dem 31. Dezember 2006 erworbenen Produkte Aspirin protect 100 mg und Enzym-Lefax N Kautabletten
der vom Verordnungsgeber der BVO NRW 2007 offensichtlich in Bezug genommen Regelungen des Gesetzes über den Verkehr mit Arzneimitteln (Arzneimittelgesetz - AMG -, in der Fassung der Bekanntmachung vom 12. Dezember 2005, BGBl. I, 3394, zuletzt geändert durch Art. 2 G.v. 24. Oktober 2007, BGBl. I 2510), welches in § 2 den Begriff des Arzneimittels definiert und in § 48 die Verschreibungspflicht regelt. Gemäß § 2 Abs. 1
der vom Verordnungsgeber der BVO NRW 2007 offensichtlich in Bezug genommen Regelungen des Gesetzes über den Verkehr mit Arzneimitteln (Arzneimittelgesetz - AMG -, in der Fassung der Bekanntmachung vom 12. Dezember 2005, BGBl. I, 3394, zuletzt geändert durch Art. 2 G.v. 24. Oktober 2007, BGBl. I 2510), welches in § 2 den Begriff des Arzneimittels definiert und in § 48 die Verschreibungspflicht regelt. Gemäß § 2 Abs. 1
in angemessenem Umfang u.a. für schriftlich verordnete und zugelassene Arzneimittel zur Wiedererlangung der Gesundheit, zur Besserung oder Linderung von Leiden, zur Beseitigung oder Ausgleich angeborener oder erworbener Körperschäden beihilfefähig. Nach der Neuregelung in § 4 Abs. 1 Nr. 7 Satz 2 Buchstabe b) BVO sind jedoch nichtverschreibungspflichtige Arzneimittel ab dem 18. Lebensjahr nicht (mehr)