LSG Berlin-Brandenburg L 23 B 1035/05 SO Geistige behinderung, Sonderschule, Eltern, Schulpflicht

Urteil L 23 B 1035/05 SO des LSG Berlin-Brandenburg vom 04.08.2005

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Gericht:  Landessozialgericht  Berlin-Brandenburg  23.  Senat  Entscheidungsdatum:  11.11.2005  Aktenzeichen:  Dokumenttyp:  23  1035/05  SO  ER  Beschluss  Quelle:  Normen:  §  Abs  SGB  12,  §  53  SGB  12,  §  54  Abs  Nr  Halbs  SGB  12,  § 12 BSHG§47V  vom  27.12.2003  Sozialhilfe  behindertes  Kind  Besuch  einer  Regelschule  Eingliederungshilfe  Integrationshelfer  Tenor  Tatbestand  Die  Beschwerde  gegen  den  Beschluss  des  Sozialgerichts  Potsdam  vom  04.  August  2005  wird  zurückgewiesen.  Der  Antragsgegner  hat  dem  Antragsteller  die  notwendigen  außergerichtlichen  Kosten  des  Beschwerdeverfahrens  zu  erstatten.  10  11  12  13  Die  Beteiligten  streiten  über  die  Bewilligung  einer  Einzelfallhilfe  zum  Besuch  der  Grundschule  im  Schuljahr  2005/2006.  Der  1996  geborene  Antragsteller  leidet  unter  einem  Down-Syndrom,  das  als  geistige  Behinderung  anerkannt  ist.  Der  Antragsteller  wurde  ursprünglich  mit  Bescheid  des  Staatlichen  Schulamts  vom  18.  Juni  2003  der  Förderschule  für  geistig  Behinderte  zugewiesen.  Sein  hiergegen  eingelegter  Widerspruch  war  zunächst  erfolglos  (Widerspruchsbescheid  vom  06.  August  2003).  Mit  Bescheid  vom  19.  August  2003  hob  das  Staatliche  Schulamt  den  Zuweisungsbescheid  vom  18.  Juni  2003  in  der  Fassung  des  Widerspruchsbescheids  vom  6.  August  2003  auf  und  sprach  die  Aufnahme  des  Antragstellers  in  der  Grundschule  aus.  Seit  dem  Schuljahr  2003/2004  wird  der  Antragsteller  in  dieser  Grundschule  im  gemeinsamen  Unterricht  nach  den  Unterrichtsvorgaben  der  Förderschule  für  geistig  Behinderte  beschult.  In  den  vorangehenden  Schuljahren  unterstützte  der  Beigeladene  als  Schulaufsichtsbehörde  den  Schulbesuch  des  Antragstellers,  indem  er  in  der  ersten  Hälfte  des  Schuljahres  2003/2004  eine  sonderpädagogische  Fachkraft  im  zeitlichen  Umfang  von  Stunden  je  Woche,  in  der  zweiten  Hälfte  dieses  Schuljahres  diesen  Einsatz  auf  Stunden  je  Woche  erhöhte  und  daneben  eine  Helferin  zur  Betreuung  des  Antragstellers  im  zeitlichen  Umfang  von  10  Stunden  je  Woche  und  im  Schuljahr  2004/2005  eine  sonderpädagogische  Fachkraft  im  Umfang  von  Stunden  je  Woche  einsetzte.  Die  Eltern  finanzierten  ergänzend  eine  Einzelfallhelferin.  Die  Erstattung  der  Kosten  für  die  Einzelfallhilfe  ist  Gegenstand  der  beim  Sozialgericht  Potsdam  anhängigen  Klagen  20  SO  47/05  und  20  SO  48/05.  Mit  Schreiben  vom  06.  Juli  2005  beantragte  der  Antragsteller  den  Erlass  einer  einstweiligen  Anordnung  zur  Einzelfallhilfe  im  Schuljahr  2005/2006.  Der  Antragsteller  hat  beantragt,  den  Antragsgegner  im  Wege  der  einstweiligen  Anordnung  vorläufig  zu  verpflichten,  vom  Beginn  des  Schuljahres  2005/2006  (Montag,  den  08.  August  2005)  dem  Antragsteller  Einzelfallhilfe  im  Umfang  von  20  Wochenstunden  zu  gewähren.  Der  Antragsgegner  hat  beantragt,  den  Antrag  abzulehnen. (WhfZrhzGrgzyQbphzrag1.83)
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Anmerkungen zum Urteil L 23 B 1035/05 SO