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Rechtsprechung » Urteile » LSG HES » L 9 U 47/07

Landessozialgericht Hessen

Entscheidungsdatum: 01.12.2010

Urteil des LSG HES vom 01.12.2010

Titel bearbeitet von System
Aktenzeichen: L 9 U 47/07
Aktualisiert: 02.03.2012
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Hessisches  Landessozialgericht  Urteil  vom  01.12.2010  (nicht  rechtskräftig)  Sozialgericht  Marburg  975/04  Hessisches  Landessozialgericht  47/07  Bundessozialgericht  37/11  I.  Das  Urteil  des  Sozialgerichts  Marburg  vom  18.  Januar  2007  sowie  der  Bescheid  der  Beklagten  vom  25.  August  2004  in  Gestalt  des  Widerspruchsbescheides  vom  26.  Oktober  2004  wird  abgeändert  und  die  Beklagte  verurteilt,  als  Folge  der  Impfungen  vom  17.  August  2000  sowie  13.  September  2000  und  12.  Februar  2001  als  kurzzeitige  Impfreaktion  von  jeweils  14  Tagen  in  Form  von  Gangstörungen,  Schwindel,  Erschöpfung  anzuerkennen.  II.  Im  Übrigen  wird  die  Berufung  zurückgewiesen.  III.  Die  Beteiligten  haben  einander  keine  Kosten  zu  erstatten.  IV.  Die  Revision  wird  nicht  zugelassen.  Tatbestand:  Die  Beteiligten  streiten  um  die  Anerkennung  und  Entschädigung  von  Schutzimpfungen  gegen  Hepatitis  und  Hepatitis  als  Arbeitsunfall  im  Sinne  der  gesetzlichen  Unfallversicherung.  Die  Klägerin  ist  ausgebildete  Krankenpflegehelferin  und  war  bis  2002  im  Behindertenbereich  in  den  Anstalten  PQ.  als  Krankenpflegerin  im  Umfang  einer  Vollzeitbeschäftigung  mit  der  Betreuung  von  körperbehinderten  Kindern  beschäftigt.  Als  solche  ist  sie  bei  der  Beklagten,  wie  zwischen  den  Beteiligten  nicht  streitig  ist,  versichert.  Auf  Veranlassung  ihres  Arbeitgebers  ließ  sie  sich  am  17.  August  2000,  am  13.  September  2000  sowie  am  12.  Februar  2001  durch  Herrn  Dr.  S.  S.  in  C-Stadt-G.  mit  dem  Impfstoff  Twinrix  Adulto  gegen  Hepatitis  und  impfen.  Am  25.  Juli  2003  beantragte  die  Klägerin  bei  der  Beklagten  die  Anerkennung  und  Entschädigung  bestimmter  Gesundheitsbeeinträchtigungen  als  Anerkennung  einer  Berufskrankheit  (BK).  Hierzu  teilte  sie  mit,  dass  bei  ihr  der  Verdacht  auf  multiple  Sklerose  erhoben  worden  sei  und  1999  die  ersten  Probleme  in  Form  von  Schwindel  aufgetreten  seien.  Nach  den  erfolgten  Impfungen  hätten  sich  die  Symptome  in  Form  von  Gangstörung,  Müdigkeit,  Gleichgewichtsstörungen  usw.  heftig  verstärkt.  Zunächst  habe  sie  einen  Zusammenhang  zwischen  der  Impfung  und  den  Beschwerden  wegen  ihrer  Geringfügigkeit  nicht  gesehen  und  sei  erst  durch  Literaturhinweise  ihres  behandelnden  Arztes  Dr.  PW.  (Neurologe)  auf  die  Möglichkeit  einer  Verbindung  gestoßen.  Die  Beklagte  zog  verschiedene  ärztliche  Behandlungs-  und  Befundberichte,  ein  Vorerkrankungsverzeichnis  der  DAK  vom  11.  September  2003,  medizinische  Unterlagen  aus  dem  Verfahren  zum  Feststellungsantrag  eines  Grades  der  Behinderung  (GdB)  nach  dem  Schwerbehindertenrecht  beim  Versorgungsamt  sowie  die  Rentenakte  der  Landesversicherungsanstalt  Hessen  bei.  Des  Weiteren  hörte  die  Beklagte  die  Klägerin  am  21.  August  2003  an.  Allerdings  habe  sie  bereits  vor  dem  17.  August  2000  ähnliche  Beschwerden  in  Form  von  Gleichgewichtsstörungen  gehabt.  Des  Weiteren  erklärte  der  Arzt,  der  die  Impfungen  verabreicht  hatte,  Allgemein-  und  Arbeitsmediziner  Dr.  S.,  am  10.  September  2003,  dass  die  Klägerin  nach  der  am  17.  August  2000  durchgeführten  Hepatitis  B-Impfung  ihm  gegenüber  keine  Nebenwirkungen  nach  der  Impfung  angegeben  habe.  Ein  Bericht  des  Arztes  für  Orthopädie  Dr.  WW.  vom  13.  Juli  2001  ergab,  dass  die  Klägerin  seit  dem  Vortag  über  heftige  Beschwerden,  Gleichgewichtsstörungen  und  Schwindelanfälle  klage.  Der  Hals-Nasen-Ohren(HNO)-Arzt  Dr.  LM.  diagnostizierte  im  Juli  2001  bei  der  Klägerin  einen  unklaren  Schwindel  sowie  eine  akute  periphere  Vestibularisläsion.  Die  Ärzte  für  Radiologie  Dres.  XY.  führten  zu  einem  MRT  des  Schädels  am  10.  August  2001  aus,  dass  die  multiplen  KM-inerten,  wenige  mm  großen  Demyelinisierungszonen  des  subcorticalen  Marklagers  beider  Großhirnhemisphären,  die  sich  KM-inert  verhalten  würden,  am  ehesten  vasculärer  Genese  seien.  Bei  Persistenz  der  Gangstörung  werde  eine  Liquordiagnostik  angeraten.  Nervenarzt  PK.  berichtete  unter  dem  3.  August  2001,  dass  sich  die  Klägerin  bei  ihm  wegen  seit  eineinhalb  Jahren  in  unregelmäßigen  Abständen  und  mit  unregelmäßiger  Dauer  bestehenden  Missempfindungen  im  Kopf  im  Sinne  von  schwindelartigen  Erscheinungen  vorgestellt  habe  und  diagnostizierte  eine  bekannte  Migräne  mit  deutlicher  Besserung  seit  regelmäßiger  Einnahme  von  Sandomigran.  Der  Internist  Dr.  RT.  berichtete  am  19.  März  2002  über  eine  Vorstellung  der  Klägerin  wegen  Müdigkeit,  Schlappheit  und  Neigung  zum (WhfZrhzGrgzyQbphzrag1.83)

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