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Anonymer Nutzer
vor 6 Monaten

Verkehrssicherungspflicht für Erb-Grundstück vor Erbschein-Erteilung?

Der vor 10 Monaten verstorbene Erblasser setzte mich zum Alleinerben ein. Das Nachlassgericht hat jedoch noch immer keinen Erbschein erteilt, weil es Probleme mit Ehefrauen des Verstorbenen gab, die Erbscheinerteilung wird jedoch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in den nächsten Wochen erfolgen. Bis dahin kann ich mich natürlich nicht als Eigentümer im Grundbuch eintragen lassen. Ein Bauunternehmer, der das Nachbargrundstück neu bebauen will, drängt mich jetzt, mein schriftliches Einverständnis zu geben, dass die (auf dem Erbgrundstück stehende, aber mittlerweile auf den danebenliegenden öffentlichen Weg überhängende) Hecke von ihm geschnitten werden darf, außerdem möchte er meine schriftliche Einwilligung "zur Absenkung des Grundwasserspiegels > 30 cm". Nach meiner Kenntnis der Rechtslage bin ich nicht befugt, rechtswirksame Erklärungen zum Grundstück abzugeben, solange nicht der Erbschein erteilt und die Umschreibung im Grundbuch erfolgt ist. Meine Frage: Ist diese Rechtsauffassung richtig? Oder gilt hier etwa: "Nur Pflichten, aber keine Rechte"?