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Anonymer Nutzer
vor 6 Monaten

Haftungsrisiken einer PartGmbB

Die Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung erfreut sich unter Rechtsanwälten immer größerer Beliebtheit. Motivation für die Gründung einer PartGmbB ist meist der Schutz des Privatvermögens gegenüber Schadenersatzansprüchen von Mandanten. Einige wichtige Punkte sind zu beachten, damit die Haftungsbeschränkung auf das Gesellschaftsvermögen auch greift.
Der wichtigste Punkt ist hier eine Berufshaftpflichtversicherung, die den Anforderungen des Gesetzgebers entspricht.
http://www.hemmer-finance.de/berufshaftpflicht/partgmbb
Die Berufshaftpflichtversicherung einer PartGmbB aus Rechtsanwälten muss eine Mindestversicherungssumme von 2,5 Mio. EUR abdecken. Die Jahreshöchstleistung für alle Versicherungsfälle in einem Jahr kann auf die Anzahl der Partner multipliziert mit der Mindestversicherungssumme begrenzt werden. Mindestens ist jedoch eine Jahreshöchstleistung von 10 Mio. EUR vorzuhalten.
Diese Regelung kann problematisch werden, wenn neue Partner oder Scheinpartner der Kanzlei beitreten. Wird in diesem Fall die Jahreshöchstleistung der Versicherung nicht an die gesetzlichen Regelungen angepasst, so kann die Haftungsbegrenzung unwirksam werden.
Außerdem ist es wichtig im Gesellschaftsvertrag den Binnenregress auszuschließen. Ansonsten könnte ein geschädigter Mandant möglicherweise auf einen Regressanspruch der Gesellschaft gegen die Partner zugreifen. Auch eien Nachschusspflicht sollte im Partnerschaftsvertrag ausgeschlossen werden. So wird verhindert, dass die Partner im Schadenfall Zahlungen an die Gesellschaft leisten müssen, wenn das Gesellschaftsvermögen nicht ausreicht.
Wenn die genannten Punkte bei der Aufstellung der PartGmbB berücksichtigt werden, bietet diese einen guten Schutz vor Haftpflichtansprüchen des Mandanten und lässt den Anwalt ruhig schlafen